Deutschsprachige Evangelische Gemeinde Prag

 

Eindrücke von der Gemeindeversammlung März 2020

Wir sind so Einige

wirsind fröhlich,

wir sind nachdenklich,

wir genießen die Gemeinschaft,

wir trinken Kaffee und Tee und essen Kekse,

wir sind unter uns,

wir sind überrascht,

wir sind betroffen,

wir sind schockiert,

wir wählen,

wir stimmen ab,

wir zählen Stimmen,

wir legen fest,

wir hören zu,

wir äußern unsere Meinung,

wir werden gehört

wir sind konstruktiv,

wir leiten und protokollieren,

wir sind Gemeinde

UND

wir sind guter Dinge

das alles und noch viel mehr war unsere Gemeindeversammlung auch diese Jahr wieder Anfang März, nur wenige Tage vor dem Shutdown in der Tschechischen Republik und damit eben auch der Schließung unserer Kirchenräume für Gottesdienste.

Wie jedes Jahr im Frühling trafen wir uns nach einer einstimmenden Kurzpredigt zur alljährlichen Mitglieder - Vollversammlung in Sankt Martin in der Mauer, um gemeinsam die Zusammenfassung dessen zu hören, was im letzten Jahr alles passiert war und um zu planen, was für das laufende Jahr  alles ansteht. Wir hörten den Jahresbericht unserer Pfarrerin und den finanziellen Rechenschaftsbericht des Vorstandes, diskutierten intensiv und konstruktiv über alle Belange der Gemeinde und setzten uns konkrete ambitionierte Ziele. Gerade im Hinblick auf die Finanzen der Gemeinde begann ein langer und intensiver, überraschender und konstruktiver sowie persönlich involvierter reger und positiver Gedankenaustausch.

Im Kopf hatten dabei sicher alle die geschichtsträchtigen Worte „Wir schaffen das!“ , denn die Finanzierung   einer  kleinen deutschsprachigen Gemeinde außerhalb des deutschen Kirchensteuersystems ist  eine stets  präsente  große Herausforderung , der wir uns jedes Jahr aufs Neue stellen müssen. So auch massiv dieses Jahr, mit dem Resultat, immer wieder intensiv um Spenden zu bitten.

Und: Wir haben es geschafft, wir haben die 100% erreicht und den Plan sogar übererfüllt!

Ein ganz herzliches DANKE! an dieser Stelle an alle, die die Gemeinde mit ihrer Gabe so großzügig und hilfreich unterstützt haben. Es ist sehr schön, dies so zu erleben.

Wie wir vom Vorstand  hören konnten bleiben die Herausforderungen allerdings auch weiterhin groß für die Gemeinde und wir können uns noch lange nicht auf dem Erreichten ausruhen. Gemeindearbeit ist ein ständiger Fluss von Veränderungen, von Neuerungen und eben auch von Finanzbewegungen.

Gemeinde ist aber auch ein ständiger Fluss von Freundschaft, von Vertrauen und Verantwortung füreinander und für die Sache.

Nun liegt ein neues arbeitsreiches Jahr vor der Gemeinde und dem Vorstand. Und  mit Gottes Hilfe werden wir zusammen den Gemeinde-Acker weiter bebauen  und die Früchte  der Arbeit am Ende des Legislatur - Jahres gemeinsam ernten ,  um sie  im nächsten Frühjahr bei der nächsten Vollversammlung alle gemeinsam  zu genießen.

Es gibt viel zu tun, packen wir es an…

Lydia Haak